Unsere Geschichte
Gründung des Vereins
Im Juli 1899 kamen einige führende Männer aus Nordeck in der Gastwirtschaft „Zur Burg Nordeck“ (Stelzenbach) zusammen und gründeten den „Verschönerungsverein Lumdathal“.
Zu den namentlich bekannten Gründungsmitgliedern gehörten:
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Förster Wilhelm Steitz
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Lehrer Koch
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Gastwirt Stelzenbach
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Otto Molineus, Sohn der damaligen Burgbesitzerin.
In der Generalversammlung am 11. August 1899 wurden die Statuten beschlossen.
Der Zweck des Vereins war die Förderung des Fremdenverkehrs, gemeinsame Spaziergänge und Ausflüge sowie die Belebung des Verkehrs im Lumdatal.
Anschluss an den Oberhessischen Gebirgsverein (OHGV)
Im Jahr 1905 schloss sich der Verein als Zweigverein Nordeck dem Oberhessischen Gebirgsverein (OHGV) an.
Über die ersten Jahre ist nur wenig überliefert, da keine Protokolle aus dieser Zeit existieren. Das Vereinsleben bestand hauptsächlich aus Wanderungen und Ausflügen in der näheren Umgebung sowie aus Maßnahmen zur Verschönerung des Dorfes, etwa dem Aufstellen von Ruhebänken an besonders schönen Aussichtspunkten.
Bau der Schutzhütte und Ausbau des Vereins
Unter dem langjährigen Vorsitzenden Wilhelm Steitz, der den Verein rund 40 Jahre leitete, wurde 1929 die Schutzhütte auf der „Hohen Eiche“ gebaut.
Am Eingang stand der Spruch:
„Schutz biete ich euch, Armen wie Reichen, schützt ihr mich nur vor Bubenstreichen.“
Die Hütte wurde 1931 mit einem Waldfest eingeweiht.
1930 wurde außerdem eine Damengruppe gegründet, deren Mitglieder jedoch kein Stimmrecht hatten.
1935 feierte der Verein seine 30-jährige Zugehörigkeit zum OHGV.
NS-Zeit, Krieg und Unterbrechung
Während der NS-Zeit spiegelten sich politische Entwicklungen auch im Vereinsleben wider. In einer Sitzung 1933 wurde protokolliert, dass sich der Vorstand „auf dem Boden der nationalen Regierung“ befinde.
Das letzte Protokoll stammt von 1936. Nach dem Zweiten Weltkrieg ruhte die Vereinstätigkeit von 1946 bis 1953, da es Schwierigkeiten bei der Neubesetzung des Vorstandes gab.
Neugründung und Wiederaufbau
1953 wurde der Verein durch Eberhard Stelzenbach neu gegründet. An der ersten Versammlung nach dem Krieg nahmen 39 Personen teil.
Eine der ersten Aufgaben war die Erneuerung der Teufelsbrücke über den Weingraben auf dem Weg zur Hohen Eiche, die 1955 wieder eingeweiht werden konnte.
Wanderheim und Vereinsentwicklung
Unter dem Vorsitzenden Gotthard Debelius entstand 1978/79 das Wanderheim des OHGV Nordeck „Am Braunen Stein“ (heute: Am Steinbruch). Viele Vereinsmitglieder halfen dabei mit zahlreichen Arbeitsstunden.
1986 wurde mit Marianne Hilbert erstmals eine Frau zur Vorsitzenden gewählt.
In ihre Amtszeit fiel 1987 eine erneute Erneuerung der Teufelsbrücke, bei der auch Soldaten einer Marburger Einheit unterstützten.
Unter Walter Turba (1988–1999) wurden Vereinsheim und Gelände weiter umgestaltet.
Jubiläen und Wiederaufbau der Teufelsbrücke
Im Jahr 2000 feierte der OHGV Nordeck sein 100-jähriges Jubiläum.
Nach schweren Schäden durch den Orkan Kyrill musste 2008 die Teufelsbrücke vollständig neu aufgebaut werden. Dank Spenden aus der Bevölkerung und der Unterstützung der Ortsvereine konnte die Brücke am 13. September 2008 wieder eingeweiht werden.
2010 feierte der Verein sein 111-jähriges Bestehen und war Gastgeber der 115. Jahreshauptversammlung des OHGV-Hauptvereins.
Digitalisierung und Gegenwart
Seit 2006 besitzt der Verein eine eigene Homepage, deren Aufbau maßgeblich vom damaligen Vorsitzenden Karl Heinrich Imig vorangetrieben wurde.
Die Vereinsvorsitzenden seit der Gründung waren:
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Wilhelm Steitz (1899–1939)
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Eberhard Stelzenbach (1953–1964)
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Fritz Krug (1964–1976)
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Gotthard Debelius (1976–1984)
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Eberhard Kaus (1984–1986)
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Marianne Hilbert (1986–1988)
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Walter Turba (1988–1999)
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Karl Heinrich Imig (1999–2011)
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Wilhelm Schäfer (2011–2025, Ehrenvorsitzender)
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Ulrich Schmitz (seit März 2025)
